Was ist ein Selbstbedienungskonzept?
Bei einem Selbstbedienungskonzept bestellen und bezahlen deine Gäste selbstständig – ohne direkte Bedienung am Tisch. Du benachrichtigst sie, sobald ihre Bestellung abholbereit ist, und sie holen ihre Bestellung an einem definierten Abholpunkt ab. Durch den Einsatz unserer digitalen Lösungen verhinderst du so Schlangenbildung und verkürzt Wartezeiten.
❗ Achtung: Was hier nicht gemeint ist, ist die Bestellung über Self-Order-Kiosks. Das kann zwar häufig eine sinnvolle Alternative sein, ist aber nicht Teil der Order & Pay Lizenz sondern separat zu erwerben. Mehr zu Self-Order-Kiosken findest du im Artikel Was muss ich beim Einsatz von Self-Order-Kiosken beachten?.
Klassisches Beispiel: Strandbistro
Gäste scannen einen QR-Code und öffnen die Speisekarte
Gäste bestellen und bezahlen online
Die Bestellung wird produziert
Gäste erhalten eine Benachrichtigung (Push, E-Mail oder SMS)
Gäste holen ihre Bestellung am Abholfenster oder Tresen ab
Für welche Konzepte eignet sich Selbstbedienung?
Strandbistros, Beach Clubs, Biergärten
Foodcourts, Kantinen, Mensen
Raststätten, Landgasthöfe
Quick-Service-Restaurants
Cafés, Bäckereien
Wie funktioniert Selbstbedienung mit SO'USE?
QR-Code-Nutzung
Du benötigst in der Regel nur einen einzigen QR-Code, über den alle Gäste bestellen. Im Umkehrschluss benötigst du also keine individuellen QR-Codes für einzelne Tische, da die Tischnummer bei Abholung keine entscheidende Information ist.
Platziere den QR-Code an mehreren, gut sichtbaren Stellen, z.B:
Am Eingang/Empfang
An Stehtischen oder Außenbereichen
Auf Tischen, Theken oder Aufstellern
Am Abholfenster oder Tresen
💡 Tipp: Je mehr Standorte, desto besser – Gäste sollten den QR-Code sofort sehen. Mehr zu den sog. Touchpoints (also den physischen Trägern der QR-Codes) erfährst du hier.
Bestellnummern statt Tischnummern
Anders als bei Order & Pay am Tisch werden Bestellungen nicht einem Tisch zugeordnet, sondern einer Bestellnummer.
So funktioniert es:
Gast bestellt über den QR-Code
Die Bestellung erhält automatisch eine eindeutige Bestellnummer
Diese Bestellnummer wird einem Vorgang in der Kasse zugeordnet und entsprechend auf den Produktionsbon gedruckt (ohne Kasse kann direkt ein entsprechender Drucker angeschlossen und konfiguriert werden)
Sobald die Bestellung fertig ist, benachrichtigst du den Gast über diese Bestellnummer
Vorteil: Klare Zuordnung – auch wenn Gäste sich frei bewegen oder keinen festen Platz haben.
Bestelldaten vom Gast abfragen
Du kannst/musst zusätzliche Bestelldaten vom Gast abfragen, die dir bei der Benachrichtigung helfen:
Name
Telefonnummer
E-Mail-Adresse
💡 Tipp: Frage nur die Daten ab, die du wirklich benötigst – je weniger Schritte, desto schneller die Bestellung. Was du alles abfragen kannst, findest du in den Checkoutkonfigurationen.
Wie benachrichtige ich meine Gäste?
Du hast mehrere Möglichkeiten, deine Gäste über den Abholstatus ihrer Bestellung zu informieren.
1. Bestellnummern ausrufen
Die einfachste Methode: Rufe die Bestellnummer laut aus, sobald die Bestellung fertig ist.
Vorteil: Keine zusätzliche Technik nötig
Nachteil: Funktioniert nur in kleineren Locations mit guter Akustik
2. Digitale Benachrichtigungen (Push, E-Mail, SMS)
Du kannst Gäste automatisch benachrichtigen, sobald ihre Bestellung abholbereit ist.
Verfügbare Benachrichtigungsarten:
Push-Benachrichtigung (kostenlos, erscheint direkt auf dem Smartphone)
E-Mail (kostenlos, benötigt E-Mail-Adresse)
SMS (kostenpflichtig, benötigt Telefonnummer)
Vorteil: Build in Lösung plus mehrere Wege, um Gast zu erreichen
Nachteil: Kosten bei SMS, gute Internetverbindung erforderlich
💡 Tipp: Gastbenachrichtigungen funktionieren gut in Bars, Cafés oder Foodtrucks, aber auch Biergärten und Freizeitanlagen (Bowlingcenter, Kletterhalle, etc.) solange eine gute Internetverbindung vorhanden ist. Wenn der Gast nicht auf sein Handy sieht, Push-Nachrichten nicht aktiviert oder keine E-Mail-App installiert hat, können die Benachrichtigungen auch mal übersehen werden. Es lohnt sich daher auch über die nächsten beiden Optionen nachzudenken, wenn diese in dein Konzept passen. Oft sind die Gastbenachrichtigungen aber völlig ausreichend!
Info: Mehr zur Konfiguration von Benachrichtigungen direkt über SO'USE findest du im Artikel Gastbenachrichtigungen, wie du Benachrichtigungen über das Backoffice versendest erfährst du hier.
3. Order Display Screen (ODS)
Mit einem Order Display Screen auch ODS genannt, werden Bestellnummern auf einem großen Bildschirm angezeigt.
Vorteil: Gäste sehen sofort, dass ihre Bestellung in Produktion bzw. fertig ist – ohne aktive Benachrichtigung
Nachteil: Zusätzliche Hardware erforderlich
💡 Tipp: ODS eigen sich super für Quick Service und Indoor Konzepte, sowie Kantinen, vor allem im Zusammenspiel mit Self-Order-Kiosken. Wichtig ist, dass der Screen an einem gut sichtbaren Ort sinnvoll angebracht werden kann.
Info: Mehr zur Funktionsweise und Einrichtung von ODS erfährst du im Artikel ODS - Order Display Screen.
4. Pager mit QR-Code
Auch der Einsatz von Pagern, auf denen vorab ein SO'USE QR-Code angebracht wurde, ist eine Möglichkeit, um deine Gäste zu benachrichtigen.
So funktioniert es:
Der Gast nimmt einen Pager mit QR-Code
Der Gast scannt den QR-Code und bestellt
Die Bestellung wird automatisch mit der Pager-Nummer verknüpft
Sobald die Bestellung fertig ist, wird der Pager ausgelöst (vibriert/blinkt)
Vorteil: Zuverlässige Benachrichtigung, funktioniert auch ohne Internetverbindung (per Funk)
Nachteil: Zusätzliche Hardware und Verwaltung erforderlich
💡 Tipp: Pager eigen sich vor allem für weitläufige Locations mit großen Outdoorbereichen wie Skihütten, Landgasthöfe, Freibädern oder auch weitläufige Biergärten.
Info: Mehr zur Einsatzmöglichkeiten, Modellen und Einstellungen erfährst du im Artikel Pager.
💡 Tipp: Du kannst auch mehrere Methoden kombinieren (z. B. digitale Benachrichtigungen + ODS als Backup).
Wie kommuniziere ich meinen Gästen den Prozess?
Bei Selbstbedienung ist es entscheidend, dass deine Gäste den Bestellprozess vollständig verstehen. Folgende Fragen müssen für deine Gäste klar beantwortet sein:
1. Wie und wo bestelle ich genau?
Wo finde ich den QR-Code?
Platziere Hinweise: "Speisekarte hier scannen", "Bestellen per QR-Code"Wie funktioniert die Bestellung?
Kurze Anleitung am Eingang oder auf Touchpoints: "QR-Code scannen → Bestellen & Bezahlen → Bestellung an der Ausgabestelle x,y abholen"
💡 Tipp: Alle unsere Touchpoints sind individuell konfigurierbar. Gemeinsam können wir das für dein Servicekonzept beste Wording entwickeln und an unserer Partner zu Umsetzung kommunizieren. Auch unsere umfangreichen Checkoutkonfigurationen oder die Begrüßungsnachricht können helfen deine Gäste über den Bestellprozess zu informieren.
2. Wie werde ich über meine Bestellung informiert?
Welche Benachrichtigungsart nutzt du?
Informiere Gäste im Checkout oder schon bei der Begrüßungsnachricht darüber, wie sie über die fertige Bestellung benachrichtigt werden.Bei Pagern bietet sich eine Information am Eingang an, wo die Pager ggf. übergeben werden. (Mehr Infos siehe Artikel Pager)
Was passiert bei Push-Benachrichtigungen?
Sind Push-Benachrichtigungen aktiviert, fragt das System den Gast nach abgeschickter Bestellung automatisch nach einer Erlaubnis für das Versenden der Benachrichtigung.
3. Wo kann ich meine Bestellung abholen?
Wo ist der Abholpunkt?
Klare Beschilderung: "Abholung hier", "Pick-up", Pfeile zum AbholfensterWie erkenne ich, dass meine Bestellung fertig ist?
Je nach Methode: "Deine Bestellnummer wird aufgerufen", "Du erhältst eine Benachrichtigung", "Achte auf das Display"
💡 Tipp: Nutze nach Möglichkeit bzw. wenn sinnvoll Aufsteller, Plakate oder Hinweise am Eingang, um alle wichtigen Informationen auf einen Blick zu vermitteln. Da Selbstbedienungskonzepte je nach Gegebenheiten innerhalb der Location sehr unterschiedlich sein können, sprich uns gerne an und wir beraten gemeinsam, was am besten zu dir passt.
FAQs
Brauche ich für jeden Tisch einen einzigartigen QR-Code?
Nein. Bei Selbstbedienung reicht ein einziger QR-Code, über den alle Gäste bestellen. Bestellungen werden über Bestellnummern zugeordnet, nicht über Tischnummern.
Verwechsle jedoch nicht QR-Code mit Touchpoint. Selbstverständlich solltest du an jedem Tisch bzw. je nach Gegebenheit der Location wo möglich gut sichtbare Touchpoints anbringen.
Wie viele Touchpoints sollte ich aufstellen?
So viele wie möglich – je sichtbarer, desto besser. Platziere Touchpoints am Eingang, an Stehtischen, auf Aufstellern, am Tresen und am Abholfenster. Jeder Gast sollte die Touchpoints sofort sehen.
Welche Benachrichtigungsart ist am besten?
Das hängt von deinem Konzept und deiner Location ab:
Digitale Benachrichtigungen (Push, E-Mail, SMS): Ideal für Bars, Cafés, Foodtrucks, Biergärten und Freizeitanlagen bei guter Internetverbindung. Oft völlig ausreichend.
Order Display Screen (ODS): Perfekt für Quick-Service, Indoor-Konzepte und Kantinen – vor allem mit Self-Order-Kiosks. Screen muss gut sichtbar platziert werden können.
Pager: Ideal für weitläufige Outdoorbereiche wie Skihütten, Landgasthöfe, Freibäder oder große Biergärten. Funktioniert zuverlässig per Funk, auch ohne Internet.
Bestellnummern ausrufen: Einfachste Methode für kleine Locations mit guter Akustik.
Wie konfiguriere ich, welche Bestelldaten abgefragt werden?
Diese Informationen sind alle im Artikel Bestellzusammenfassung, Warenkorb- und Checkoutkonfiguration enthalten.
Wie definiere ich Benachrichtigungstexte und welche Möglichkeiten zu benachrichtigen habe ich?
Mehr dazu erfährst du in den Artikeln Gastbenachrichtigungen und Wie benachrichtige ich Gäste über ihre Bestellung?.
Wie verhindere ich, dass Gäste ohne Bezahlung gehen?
Bei Selbstbedienung zahlen deine Gäste die Bestellungen idealerweise direkt beim Bestellvorgang (Onlinepayment only). So stellst du sicher, dass alle Bestellungen bereits bezahlt sind, bevor sie produziert werden.
Funktioniert Selbstbedienung auch ohne Internet?
Nein. SO'USE benötigt eine stabile Internetverbindung für Bestellungen und digitale Benachrichtigungen. Pager funktionieren zwar per Funk, aber die Bestellaufnahme selbst benötigt Internet.
Wie organisiere ich die Abholung bei großem Andrang?
Bei großem Andrang empfehlen wir:
Klare Beschilderung des Abholpunkts
Order Display Screen zur Anzeige fertiger Bestellungen
Nummernsystem – Gäste warten auf ihre Bestellnummer
Separater Abholbereich – verhindert Stau am Bestellpunkt
